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Was sind Hemmstoffe?

Als Hemmstoffe werden Substanzen bezeichnet, die das Wachstum von Organismen hemmen oder diese abtöten. In der Regel sind das Arzneimittel wie Antibiotika, aber auch bestimmte Chemikalien und Futtermittelbestandteile können zu einem positiven Hemmstofftest führen. In der Milchwirtschaft bewirkt außerdem eine zu hohe Keimzahl in der Milch, zum Beispiel durch entzündete Euter, ein positives Ergebnis.

Warum Hemmstofftests in der Milchwirtschaft?

Laut Milchgüte-Verordnung ist hemmstoffhaltige Milch nicht verkehrsfähig und muss vernichtet werden. Sollte hemmstoffhaltige Milch in die Auslieferung gelangt sein, so drohen dem Milcherzeuger Regressforderungen sowie eine rückwirkende Kürzung des Auszahlungspreises für den gesamten Monat. Da der Einsatz von Medikamenten zur Bekämpfung von Krankheiten aber unerlässlich ist, bieten Hemmstofftests, die der Landwirt schnell und einfach selbst durchführen kann, eine sichere Selbstkontrolle, um zu gewährleisten, dass keine hemmstoffbelastete Milch in den Verkehr gebracht wird.

Wo werden Hemmstofftests eingesetzt?

Neben dem Einsatz direkt beim Erzeuger, werden Hemmstofftests am Milchsammelfahrzeug, in der Molkerei oder in den Laboratorien zur Milchgüteprüfung eingesetzt, um eine lückenlose Überprüfung der Milch zu gewährleisten.